BENTLEY-Modelle — kompletter Katalog & VIN-Decoder
Stöbern Sie durch alle BENTLEY-Modelle und entschlüsseln Sie jede BENTLEY-VIN. Der Katalog unten enthält 12 Modelle in unserer Datenbank.
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Bentley Motors Ltd. ist ein britischer Automobilhersteller. Das Unternehmen gehört seit 1998 der Volkswagen AG. Bentley ist offizieller Hoflieferant der britischen Königsfamilie. Der Unternehmenssitz ist seit 2002 in Crewe.
Bentley Motors Ltd. ist ein britischer Automobilhersteller. Das Unternehmen gehört seit 1998 der Volkswagen AG. Bentley ist offizieller Hoflieferant der britischen Königsfamilie. Der Unternehmenssitz ist seit 2002 in Crewe. Viele Jahre lang war Bentley lediglich der Markenname für geringfügig modifizierte Pkw von Rolls-Royce, nachdem Rolls-Royce Ltd. im Jahr 1931 die damalige Bentley Motors Ltd. übernommen hatte. Im Zuge des Verkaufs der Markenrechte am Namen „Rolls-Royce“ an den BMW-Konzern wurde Rolls-Royce Motors in Bentley Motors umbenannt. Im Volkswagen-Konzern gehört Bentley seit Januar 2022 zur Audi Group.
Bentley Motors Ltd. Die Automarke Bentley Motors Ltd. wurde im Januar 1919 im Londoner Stadtteil Cricklewood von Walter Owen Bentley gegründet, der vorher mit seinem Bruder unter dem Namen Bentley & Bentley einen Handel für den französischen Automobilhersteller DFP betrieben hatte. W. O. Bentley war leidenschaftlicher Rennfahrer und gewann einige Rennen mit selbstverbesserten Autos. Außerdem verkauften die Bentley-Brüder zahlreiche Fahrzeuge mit eleganten Reisekarosserien. Diese Ausführungen waren mit den Modellen von Daimler oder Rolls-Royce vergleichbar. Die ersten Chassis-Auslieferungen waren ursprünglich für Juni 1920 geplant, verzögerten sich aber bis September 1921.
Finanzengpässe und Konkurs Bentley verkaufte 1924 vom damals einzigen Modell, dem 3 Litre, 462 Chassis – die höchste Jahresproduktion während des gesamten Bestehens von Bentley Motors Ltd. (1919–1931). Das Jahr 1925 war mit 304 Chassis durchschnittlich. Trotzdem war Bentley Ende 1925 in finanziellen Schwierigkeiten. Den Konkurs verhinderte Woolf Barnato, der im Februar 1926 die Liquidität Bentleys wiederherstellte und in diesem Zusammenhang Hauptaktionär und Vorsitzender des Vorstands (Chairman) von Bentley wurde. Diese Finanztransaktionen waren praktisch eine Übernahme, nach deren Abschluss Barnato 109.400 Vorzugsaktien und 114.000 normale Aktien hielt. W. O. Bentley hielt noch 6.000 Vorzugsaktien und 3.000 normale Aktien.
In den Folgejahren wurde das Überleben von Bentley durch große Finanzspritzen und Garantien von Woolf Barnato sichergestellt. So investierte Barnato im Juli 1927 £ 35.000 in Bentley und weitere £ 25.000 zu Beginn des Jahres 1929. Zusätzlich organisierte er einen Kredit bei der Versicherungsgesellschaft London Life über £ 40.000. Dennoch reichten die Einnahmen nicht aus. Daher musste Bentley Mitte Juni 1931 gegenüber der London Life Assurance Company ankündigen, dass die fällige Hypothekenrate per 30. Juni nicht gezahlt werden könne. Bentley war zu diesem Zeitpunkt bei London Life mit Hypotheken in Gesamthöhe von £ 65.000 verschuldet. Barnato hatte es abgelehnt, dafür weiterhin zu garantieren und die Hypothekenraten zu bezahlen. London Life kündigte deshalb am 11. Juli 1931 an, für Bentley einen Käufer zu suchen. Nach knapp zehn Jahren, in denen von vier Basismodellen (und zwei weiteren Modellvarianten) insgesamt 3051 Chassis gebaut wurden, war damit die Geschichte der Bentley Motors Ltd. als selbständiges Unternehmen beendet.
Übernahme durch Rolls-Royce Bentley war zahlungsunfähig und W. O. Bentley und Barnato hatten mit Napier & Son bereits Übernahmegespräche geführt. Napier hatte seinerzeit das British Racing Green in die Rennsportwelt eingeführt. Das Unternehmen hatte die eigene Fahrzeugproduktion 1926 aufgegeben und baute zu dieser Zeit unter anderem Flugmotoren. Napier wollte Bentley für einen Preis von £ 103.675 kaufen, und diese Vorgehensweise sollte in einem Gerichtstermin fixiert werden.
Walter Owen Bentley in seiner Autobiografie: „I was feeling reasonably happy about our future plans — which also included a possible new aero engine — when the time came in November for the receiver to apply to the court for approval of the Napier contract. Terms had been agreed, everything seemed to be tied up, and this was to be nothing more than a formality.“ Überraschenderweise platzierte bei dieser öffentlichen gerichtlichen Verkaufsverhandlung am 20. November 1931 ein völlig unbekanntes Unternehmen namens British Central Equitable Trust Limited ein höheres Gebot als Napier. Der Konkursrichter war von diesem Gebot so überrascht, dass er bemerkte, dass dies eine Gerichtsverhandlung und keine Auktion sei. Er ordnete an, dass am selben Tag um 16:30 Uhr Ortszeit in versiegelten Umschlägen die Letztgebote der Interessenten übergeben werden sollten. Das Trust-Gebot lag bei £ 125.256, während Napier nur £ 104.775 bot. Der Trust agierte im Namen von Rolls-Royce und übergab Bentley nur wenige Tage später an diese. Walter Owen Bentley führte in seiner Autobiografie auf: „I don’t know by how much precisely Napier were out-bidded, but the margin was very small, a matter of a few hundred pounds. All I knew that evening was that the deal would not be going through after all.“ Rolls-Royce änderte den Unternehmensnamen (Firma) in Bentley Motors 1931 Ltd. Bis zum Jahr 1935, als Rolls-Royce die Bentley-Rennsportabteilung schloss, arbeitete W. O. Bentley noch in seinem ehemaligen Unternehmen. Danach setzte er seine Kenntnisse bei Lagonda und Aston Martin ein, wo er weitere Rennerfolge erreichte.
Quelle: Wikipedia · CC BY-SA