Über CHEVROLET
Chevrolet ist eine US-amerikanische Automobilmarke, die zum General-Motors-Konzern (GM) gehört. Vom Gründungsjahr 1911 bis 1918 war Chevrolet ein eigenständiger Automobilhersteller.
Chevrolet (umgangssprachlich auch: Chevy) ist eine US-amerikanische Automobilmarke, die zum General-Motors-Konzern (GM) gehört. Vom Gründungsjahr 1911 bis 1918 war Chevrolet ein eigenständiger Automobilhersteller.
Geschichte
Ursprünge
Hinter der Gründung von Chevrolet stand der US-Automobilunternehmer William C. Durant, der im Vorjahr die Kontrolle über den von ihm 1908 gegründeten Automobilkonzern General Motors Corporation aufgrund finanzieller Unregelmäßigkeiten verloren hatte. Durant schloss sich mit dem Schweizer Rennfahrer, Automobilingenieur und Namensgeber Louis Chevrolet, dessen Bruder Arthur Chevrolet sowie William H. Little (Inhaber der Little Motor Car Company), dem ehemaligen Buick-Besitzer James H. Whiting und seinem Schwiegersohn Edwin R. Campbell zusammen und gründete am 3. November 1911 in Detroit das Unternehmen Chevrolet Motor Company, mit dem hintergründigen Ziel, die Kontrolle über General Motors zurückzuerlangen. Zu diesem Zweck wurde das erste Fahrzeug des Unternehmens, Der Chevrolet, konzipiert, um mit dem Ford Modell T im untersten Marktsegment zu konkurrieren – ein Vorhaben, das nach damaligem Dafürhalten als wirtschaftlicher Suizid angesehen wurde. Der erste Fabrikstandort befand sich in Flint, Michigan.
1912 wurde der Classic Six eingeführt, ein Auto für fünf Personen, das 105 km/h erreichte. Die eigentliche Konstruktionsarbeit für den ersten Chevrolet wurde von Etienne Planche auf Anweisung von Louis Chevrolet erstellt. Der erste C-Prototyp war bereits Monate vor der eigentlichen Übernahme durch Chevrolet fertig. Die erste tatsächliche Produktion erfolgte jedoch erst mit dem Modell 1913. Es gab also im Wesentlichen keine Produktionsmodelle von 1911 oder 1912, sondern nur ein Vorserienmodell, das im Laufe des frühen Jahres 1912 fein abgestimmt wurde. Im Herbst desselben Jahres wurde dann das neue Modell 1913 auf der New Yorker Auto Show vorgestellt.
Louis Chevrolet verkaufte seine Anteile an Durant und verließ das Unternehmen 1914. Bis 1916 war Chevrolet durch den erfolgreichen Verkauf der billigeren Serie 490 (der Preis betrug 490 USD) profitabel genug, um Durant den Rückkauf einer Mehrheitsbeteiligung an General Motors zu ermöglichen. Bis 1917 wurden bereits 100.000 Fahrzeuge verkauft.
Übernahme durch General Motors
1917 erlangte William C. Durant mit den Profiten von Chevrolet die Kontrolle über General Motors zurück, woraufhin General Motors das Unternehmen Chevrolet am 2. Mai 1918 aufkaufte und eingliederte. Durch den Erfolg und die Steigerung des Absatzes wurden in den folgenden Jahren weitere Produktionsstandorte in Tarrytown (New York), Norwood (Ohio), St. Louis, Oakland, Fort Worth (Texas) und Oshawa/Provinz Ontario in Kanada gegründet.
In den 1920er-Jahren wurde Chevrolet zum wichtigsten Konkurrenten des damaligen Marktführers Ford. 1927 erreichte Chevrolet selbst den Spitzenplatz; auch deshalb, weil Ford viel zu lange am veralteten Modell T festgehalten hatte. Im Wesentlichen hielt Chevrolet diese Position im Pkw-Segment bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.
In den folgenden Jahrzehnten blieb Chevrolet als Gegner für den ehemaligen Marktführer Ford aufgestellt und primär auf den Kampf um Platz 1 in der US-Verkaufsstatistik konzentriert. In den meisten Jahren war Chevrolet Sieger, obwohl die angebotenen Wagen keine technischen Besonderheiten boten. Die Modelle Standard und Master zeigen die Produktphilosophie der 1930er-Jahre: schlichte, solide Gebrauchswagen zum günstigen Preis. Bereits 1930 lief der siebenmillionste Chevrolet vom Band, man muss berücksichtigen, dass erst 4 Jahre zuvor der einmillionste Wagen produziert wurde.
Chevrolet trat immer gegen die günstige Automobilmarke Ford an. 1928 wurde von der Chrysler Corporation die Marke Plymouth als Konkurrent zu Ford und Chevrolet platziert. 1933 brachte Chevrolet den Standard Six auf den Markt, der in den USA als billigstes Sechszylinder-Auto beworben wurde. 1935 kam auf Basis eines Kleinlasters der Kombi Suburban in den freien Markt, ab 1933 wurde eine Version für die Nationalgarde gebaut. Chevrolet stellte im Schnitt Jahr für Jahr über 1 Million Fahrzeuge her.
Konzerninterne Querelen, insbesondere der Widerstand der „traditionellen“ GM-Marken Cadillac, Buick und Oldsmobile, später auch Pontiac, gegen eine Aufwertung der günstigen Einstiegsmarke Chevrolet verhinderten unter anderem eine Antwort auf den Ford V8 „Flathead“, der von 1932 bis 1954 produziert wurde. Chevrolet musste bis 1954 mit einem Sechszylinder auskommen, der allerdings dem Flathead kaum unterlegen war, wie die Verkaufszahlen bewiesen.
Zweiter Weltkrieg
Mit dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg wurde 1941 fast die gesamte Industrie auf den Bau von Rüstungsgütern umgestellt, so dass auch Chevrolet ab dem 30. Januar 1942 keine zivilen Pkw mehr baute.
Bereits 1938/39, als sich der Beginn eines militärischen Konfliktes in Europa abzeichnete, begann Chevrolet mit dem Bau einiger neuer Werke, um die zu erwartenden Aufträge für Rüstungsgüter erfüllen zu können. Insgesamt waren während des Zweiten Weltkrieges folgende Werke für Chevrolet tätig:
Quelle: Wikipedia · CC BY-SA