MASERATI-Modelle — kompletter Katalog & VIN-Decoder
Stöbern Sie durch alle MASERATI-Modelle und entschlüsseln Sie jede MASERATI-VIN. Der Katalog unten enthält 14 Modelle in unserer Datenbank.
Stöbern Sie durch alle MASERATI-Modelle und entschlüsseln Sie jede MASERATI-VIN. Der Katalog unten enthält 14 Modelle in unserer Datenbank.
Maserati ist ein italienischer Automobilhersteller mit Sitz in Modena. Das Unternehmen wurde 1914 in Bologna gegründet. Heute gehört die Marke zu dem globalen Hersteller Stellantis. Markenzeichen ist ein Dreizack nach dem Vorbild des Neptunbrunnens in Bologna.
Maserati ist ein italienischer Automobilhersteller mit Sitz in Modena. Das Unternehmen wurde 1914 in Bologna gegründet. Heute gehört die Marke zu dem globalen Hersteller Stellantis. Markenzeichen ist ein Dreizack nach dem Vorbild des Neptunbrunnens in Bologna. In den 1950er-Jahren waren Maserati-Rennwagen erfolgreich, unter anderem gewann Juan Manuel Fangio in einem 250F die Formel-1-Weltmeisterschaft 1957. Maserati steht traditionell in einem Konkurrenzverhältnis zu Ferrari, wurde aber von 1997 bis 2005 als Tochter von Ferrari innerhalb des Fiat-Konzerns bzw. später Fiat Chrysler Automobiles (FCA) geführt. Nach der Fusion von FCA und der PSA-Gruppe (Peugeot SA) am 16. Januar 2021 zu Stellantis ist Maserati die einzige Marke im Segment „Luxus“ des neuen Konzerns, mit einer eigenen globalen Vertriebsorganisation getrennt von dem Mehrmarkenvertrieb durch die nationalen Stellantis-Organisationen, wie z. B. Stellantis Deutschland GmbH (Sitz Rüsselsheim).
Die am 1. Dezember 1914 in Bologna gegründete Società Anonima Officine Alfieri Maserati (S. A. Officine Alfieri Maserati) war ein Familienunternehmen. Gründer war Alfieri Maserati. Drei seiner sechs Brüder traten später in den Betrieb ein. Carlo (1881–1910), Bindo (1883–1980), Alfieri (1887–1932), Mario (1890–1981), Ettore (1894–1990) und Ernesto Maserati (1898–1975) wurden in der lombardischen Stadt Voghera geboren. Die Eltern der als Fratelli Maserati (Maserati-Brüder) bekannt gewordenen Geschwister waren Rudolfo und Carolina Maserati. Ihr Vater war als Eisenbahningenieur tätig. Mit Ausnahme von Mario Maserati, der als Maler arbeitete, entwickelten alle Maserati-Brüder technische Affinitäten. Carlo Maserati baute 1898 sein erstes Motorrad, mit dem er wiederholt an Rennen teilnahm. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde er Test- und Rennfahrer für Fiat und arbeitete zeitweise mit Vincenzo Lancia zusammen. 1903 wechselte er zu Isotta Fraschini, 1907 zu Bianchi und 1909 zu Junior. 1910 starb Carlo Maserati an der Tuberkulose. Alfieri und Bindo Maserati waren ihrem Bruder Carlo 1903 zu Isotta Fraschini gefolgt. 1910 gingen sie im Auftrag des Mailänder Automobilherstellers nach Argentinien, um in der dortigen Isotta-Niederlassung zu arbeiten. Alfieri konstruierte in Buenos Aires einen Rennwagen mit Isotta-Technik, den er selbst bei Automobilwettbewerben einsetzte, aber schon 1914 kehrten die Maserati-Brüder nach Italien zurück. Am 1. Dezember 1914 gründete Alfieri Maserati in Bologna sein eigenes Unternehmen, in dem Kundenautos von Isotta Fraschini für Rennsporteinsätze vorbereitet werden sollten. Mit dem Eintritt Italiens in den Ersten Weltkrieg kam die Tätigkeit der Werkstatt weitgehend zum Erliegen. Alfieri Maserati entwickelte in dieser Zeit Zündkerzen, sein Bruder Ernesto, der anfänglich ebenfalls für Alfieri gearbeitet hatte, konstruierte in der Kriegszeit Flugzeugmotoren für Franco Tosi.
Nach dem Kriegsende nahmen Alfieri, Ernesto und Ettore Maserati den Werkstattbetrieb wieder auf. Sie konstruierten im Auftrag von Isotta Fraschini und ab 1922 für Diatto einige Rennwagen, die einzelne Erfolge bei Grand-Prix-Rennen erzielten. Als sich Diatto 1925 aus dem Automobilrennsport zurückzog, übernahmen die Maserati-Brüder die Konstruktion. Aus diesem Projekt wurde der Maserati Tipo 26, der erste Rennwagen der den Markennamen Maserati trug. Im April 1926 erzielte der von Alfieri Maserati gefahrene Wagen bei der Targa Florio in der 1,5-Liter-Klasse den ersten Klassensieg des Unternehmens. Nach zunächst nur vereinzelten weiteren Renneinsätzen nahm Maserati ab 1929 regelmäßig an Automobilsportveranstaltungen teil. Das Unternehmen unterhielt ein Werksteam, verkaufte seine Fahrzeuge aber auch an unabhängige Kunden. Mit der Einführung des Maserati Tipo 6CM im Jahr 1936 stellte sich anhaltender Erfolg ein; Maserati gewann bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs insgesamt 19 Rennen.
Die Orsi-Ära: Rennerfolge und die ersten Straßensportwagen 1932 starb Alfieri Maserati 44-jährig an den Spätfolgen eines Rennunfalls. In der Folgezeit übernahm Bindo Maserati, der bislang bei Isotta Fraschini gearbeitet hatte, die Leitung der Officine Alfieri Maserati, während Ettore für Entwicklung und Verwaltung zuständig war.
Ungeachtet der Rennerfolge entwickelte der Betrieb nicht mehr die Dynamik, die er zu Lebzeiten Alfieri Maseratis gehabt hatte. 1937 verkauften die verbliebenen Maserati-Brüder das Unternehmen an den aus Modena stammenden Industriellen Adolfo Orsi, der in seiner Heimatstadt mehrere Stahlwerke betrieb und landwirtschaftliche Maschinen sowie Werkzeugmaschinen herstellte. Orsi wollte die Rennerfolge Maseratis vor allem zu Werbezwecken für seine anderen Betriebe nutzen. Bis in die Nachkriegszeit hinein erschien der Name Maserati nicht nur auf Automobilen, sondern auch auf technischen Geräten, die im Orsi-Konzern produziert wurden. Maserati fertigte in dieser Zeit unter anderem auch Motorräder. Die Maserati-Brüder Bindo, Ernesto und Ettore blieben zehn Jahre lang als Berater in dem Unternehmen, dessen Sitz zu Beginn der 1940er-Jahre nach Modena verlagert wurde. 1947 trennten sie sich von Maserati und gründeten mit Officine Specializzata Costruzioni Automobili (OSCA) in Bologna einen Konkurrenzbetrieb. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war der Orsi-Konzern wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten ausgesetzt. Dazu gehörten zahlreiche, teilweise gewaltsam verlaufende Streiks der Belegschaft, in denen Folge auch das Maserati-Werk zeitweise geschlossen war. 1950 kam es zu einer Neustrukturierung des Konzerns, die zu einer Herauslösung Maseratis führte. Künftig war Adolfo Orsi zusammen mit seinem Sohn Omar nur noch für die Leitung des Rennwagenherstellers zuständig, während die anderen Betriebe des Konzerns von Orsis Geschwistern geleitet wurden.
Quelle: Wikipedia · CC BY-SA