RIVIAN-Modelle — kompletter Katalog & VIN-Decoder
Stöbern Sie durch alle RIVIAN-Modelle und entschlüsseln Sie jede RIVIAN-VIN. Der Katalog unten enthält 5 Modelle in unserer Datenbank.
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Rivian Automotive, Inc. ist ein börsennotierter US-amerikanischer Hersteller von Elektroautos mit Sitz in Irvine, Kalifornien. Er bietet zwei E-Modelle an, einen SUV sowie einen Pick-up; außerdem hat er für Amazon ein elektrisches Lieferfahrzeug entwickelt.
Rivian Automotive, Inc. ist ein börsennotierter US-amerikanischer Hersteller von Elektroautos mit Sitz in Irvine, Kalifornien. Er bietet zwei E-Modelle an, einen SUV sowie einen Pick-up; außerdem hat er für Amazon ein elektrisches Lieferfahrzeug entwickelt.
Geschichte Das Unternehmen wurde 2009 von Robert „RJ“ Scaringe gegründet. 2020 wurde Rivian vom Konkurrenten Tesla des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen beschuldigt und wegen unfairen Wettbewerbs verklagt. Tesla warf Rivian eine „alarmierende Strategie“ zur Mitarbeiter-Abwerbung vor, um vertrauliche Informationen zu erhalten. Rivian wies den Vorwurf zurück. Rivian ging 2021 an die New Yorker Technologiebörse NASDAQ und nahm 11,9 Milliarden US-Dollar Kapital auf, was den Börsengang zum größten des Jahres 2021 machte. Zum Zeitpunkt des Börsengangs hatte das Unternehmen 56 Elektro-Pick-ups der Modellreihe R1T produziert und 42 ausgeliefert, und seit Beginn des Jahres 2020 rund zwei Milliarden Dollar Verlust verzeichnet. Bedeutende Aktionäre waren Soros Fund Management, das für rund 2 Milliarden US-Dollar fast 20 Millionen Aktien erwarb, Amazon, das über 1,3 Milliarden Dollar investierte und nach dem Börsengang knapp über 17 % der Stimmrechte hielt, sowie Ford mit einem Investment von 820 Millionen Dollar für knapp 11 % der Stimmrechte. Der Gründer RJ Scaringe besaß 9,5 % der Stimmrechte und 1,1 % Anteil am Kapital. Im November 2021 verkündeten Ford und Rivian das Ende ihrer Zusammenarbeit. 2022 verkaufte Soros Fund Management die Rivian-Aktien für nur 18 US-Dollar pro Stück mit mehr als 1 Milliarde US-Dollar Verlust. Das bedeutete das Aus für zwei Fahrzeuge, die gemeinsam entwickelt werden sollten. Im 2. Quartal 2023 kostete ein Auto von Rivian rund 80.000 US-Dollar. Aufgrund der teuren Fertigung machte Rivian pro Auto 33.000 US-Dollar Verlust. Am 25. Juni 2024 gab Rivian bekannt, mit dem Volkswagen-Konzern ein Unternehmen zu gründen, an dem sich beide Unternehmen zu gleichen Teilen beteiligen. VW übernahm sofort 1 Milliarde US-Dollar über eine unbesicherte Wandelanleihe, die ab 1. Dezember 2024 in Rivian-Aktien umgetauscht wurde. VW wurde zweitgrößter Aktionär nach Amazon mit seinem 16-%-Anteil. VW investiert 2025 und 2026 weitere 2 Milliarden US-Dollar in Rivian-Aktien und bringt weitere 2 Milliarden US-Dollar bei der Gründung des Unternehmens als im Jahr 2026 verfügbares Darlehen in das Joint Venture ein. Im März 2026 vereinbarte Uber, bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar in Rivian zu investieren, als Teil eines Vertrags über den Einsatz von bis zu 50.000 Robotaxis bis 2031, die über die Uber-Plattform buchbar sein sollen.
Das Pick-up-Modell R1T und das SUV-Modell R1S wurden 2018 auf der LA Auto Show vorgestellt. Die ursprünglich ab Ende 2020 geplante Produktion wurde im September 2021 gestartet. Der R1T und der R1S verfügen über Allradantrieb; jedes Rad hat einen separaten Motor. Das 2,65 Tonnen schwere Fahrzeug ermöglicht so mehrere Tonnen Anhängelast. Beide Modelle sind teilautonom Level 2 und für den Straßenverkehr sowie für Geländefahrten ausgelegt. 2019 wurde bekannt, dass die Ford-Tochter Lincoln ein SUV auf Basis der Rivian-Technik 2022 auf den Markt bringen wollte.
R2 Kleiner als der R1 ist der R2, der im März 2024 vorgestellt wurde. Die Produktion dieses SUV begann im ersten Halbjahr 2026.
Ebenfalls im März 2024 präsentierte Rivian den Kompaktwagen R3.
2019 kündigte der Internetkonzern Amazon eine Zusammenarbeit mit Rivian an. Jeff Bezos, Gründer von Amazon, gab im September 2019 Pläne bekannt, wonach bis 2024 80 % und bis 2030 100 % des Energiebedarfes seines Unternehmens aus regenerativen Quellen stammen. Für die Auslieferung kündigte Amazon die Bestellung von 100.000 elektrischen Lieferwagen an, die Rivian von 2021 bis 2030 liefere. Hierzu investierte Amazon in das Unternehmen. Gemeinsam wurden elektrisch fahrende Lieferwagen entwickelt und die erste Modellserie im Oktober 2020 vorgestellt. Dabei wurden Sicherheit und Funktionalität in der Paketzustellung berücksichtigt. Zahlreiche Sensoren sowie Straßen- und Verkehrsassistenzsysteme ermöglichen Sicherheits- und Navigationsfunktionen. Kameras bieten eine 360-Grad-Rundumsicht. Alexa wurde für die Sprachsteuerung integriert. Offiziell tragen die Lieferwagen den Namen Rivian EDV (Electric Delivery Van). Anfang 2021 wurde der Einsatz erster Fahrzeuge in San Francisco getestet. Seit Juli 2022 sind die ersten Fahrzeuge für Amazon in Betrieb. Für europäische Städte wurde eine kürzere und schmalere Version des Autos entwickelt. Ab Sommer 2023 werden 300 Fahrzeuge in München, Berlin und Düsseldorf eingesetzt. Im Oktober 2023 wurde das exklusive Abkommen mit Amazon für Lieferung des EDVs beendet. Daher darf Rivian weitere Geschäftskunden finden. Im Dezember 2023 kündigte AT&T an, dass die Firma als Teil eines Probelauf Rivian EDVs bestellte.
Ladenetz Im März 2021 kündigte Rivian an, bis Ende 2023 ein Netz öffentlicher Ladestationen in den Vereinigten Staaten und Kanada aufzubauen. Ähnlich wie der Konkurrent Tesla plant das Unternehmen, eine Kombination aus Schnellladestationen und langsameren Destination Chargern anzubieten und auch Wallboxen für zuhause zu verkaufen.
Quelle: Wikipedia · CC BY-SA