JEEP-Modelle — kompletter Katalog & VIN-Decoder
Stöbern Sie durch alle JEEP-Modelle und entschlüsseln Sie jede JEEP-VIN. Der Katalog unten enthält 24 Modelle in unserer Datenbank.
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Jeep ist eine US-amerikanische Automarke, die zu Fiat Chrysler Automobiles (FCA) gehörte, ihr direkter Mutterkonzern war die Chrysler Group LLC. Seit der Fusion von FCA mit PSA ist Jeep eine der Marken im daraus entstandenen Konzern Stellantis.
Jeep ist eine US-amerikanische Automarke, die zu Fiat Chrysler Automobiles (FCA) gehörte, ihr direkter Mutterkonzern war die Chrysler Group LLC. Seit der Fusion von FCA mit PSA ist Jeep eine der Marken im daraus entstandenen Konzern Stellantis. Es werden schwerpunktmäßig Geländewagen produziert. Der Name Jeep hat sich im Lauf der Zeit – ähnlich wie Tesa und Tempo – in Europa zu einem Gattungsnamen entwickelt (mit dem Unterschied allerdings, dass der Begriff Jeep nicht als Handelsmarke begründet, sondern schon zuvor für den US-Militärgeländewagen Willys MB benutzt wurde). Daher werden bisweilen auch andere geländetaugliche Fahrzeuge im europäischen Raum umgangssprachlich als „Jeep“ bezeichnet, während sich in den USA der Begriff SUV (Sport Utility Vehicle) durchgesetzt hat.
Wortherkunft Der Ursprung des Wortes Jeep ist nicht eindeutig geklärt. Die wohl bekannteste Theorie ist die Herleitung aus der Abkürzung GP für General Purpose (‚Allzweck‘). Lee Ermey widerlegte diese Theorie jedoch 2021 in seiner Dokumentationsserie. So sei das Fahrzeug für spezielle Einsatzzwecke (special purposes) entwickelt und deshalb auch nie als General Purpose bezeichnet worden. Stattdessen sei die Herleitung aus einem von Ford benutzten Werkscode möglich, der ebenfalls GP lautet (G für government-use, und P als Kennzeichnung für 80 Zoll Radstand). Davon abweichend vertreten viele, darunter auch Lee Ermey, die Theorie, dass der Name auf die Figur Eugene the Jeep aus dem Comicstrip Popeye zurückgeht. Dieses hundeähnliche Fabelwesen ernährte sich vorzugsweise von Orchideen und konnte durch Wände und Decken gehen, Bäume besteigen sowie fliegen – es war also in der Lage, überall aufzutauchen, wo es wollte. Darüber hinaus half es dem Protagonisten Popeye immer wieder aus misslichen Situationen. So wird vermutet, dass die Soldaten von den Fähigkeiten des neuen Fahrzeugs so begeistert waren, dass sie es in Anlehnung an diese Comicfigur „Jeep“ nannten. Im Wahrscheinlichkeits-Ranking all dieser Herleitungen von Jeep hat Eugene the Jeep den ersten Platz. Denn in der Ausschreibung vom 27. Juni 1940 des US-Verteidigungsministeriums zum Bau des Militärfahrzeugs war nie von einem General Purpose Vehicle (GP) die Rede, sondern immer nur von einem „¼ ton 4×4“. Der einzige Hersteller, der dennoch das Kürzel GP für sein Produkt nutzte, war Ford (jedoch nicht für general purpose). Den Namen Jeep machte der Chef-Testfahrer von Willys-Overland, Irving Red Hausmann, erstmals publik – und zwar im Februar 1941, als er „seinen“ Jeep der Presse vorstellte. Es ist überliefert, dass er bei der Pressevorstellung mit dem Jeep die Treppe des Kapitols in Washington hochfuhr – begleitet von der Washington Daily News-Journalistin Katherine Hillyer. Wieder am Fuß der Treppe angekommen, fragte einer der Zuschauer, was das denn für ein Auto sei. Hausmann: „It’s a Jeep.“ Hillyer übernahm diesen Namen für ihren Artikel – und damit war der Name Jeep für alle Zeiten etabliert und wurde sogar von den Militärs als offizielle Bezeichnung akzeptiert. Der Artikel mit dem Foto des Willys MB samt Jeep in der Bildunterschrift erschien in der Washington Daily News vom 20. Februar 1941.
Aufgrund guter Beziehungen zur US Army durfte American Bantam das seit dem Frühjahr 1940 entwickelte Modell BRC (Bantam Reconnaissance Car) im September 1940 vorstellen. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges und den Berichten über die hohe Mobilität der deutschen Armee bestand jedoch Handlungsbedarf für die Army. So wurde am 27. Juni 1940 eine Ausschreibung mit der Vorgabe gestartet, ein 4×4-Geländefahrzeug bei ¼ Tonne Zuladung zu entwerfen. Obwohl diese Ausschreibung an rund 135 Firmen gerichtet wurde, war das Interesse unter der amerikanischen Automobilindustrie verschwindend gering. Es war für die damaligen Hersteller von landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Lastkraftwagen einfach nicht rentabel, die knappen Zeitvorgaben (Konstruktionspläne und erste Prototypen binnen 49 Tagen sowie 70 fertige Testwagen nach weiteren 26 Tagen) und die Forderung nach einem derartig leichten Fahrzeug einzuhalten, stellten sie doch normalerweise große, schwere Arbeitsmaschinen her. Bantam (sie entstand aus dem US-Ableger eines britischen Kleinwagenherstellers) jedoch hatte genug Erfahrung mit kleinen, leichten Fahrzeugen – nicht zuletzt durch den bereits erwähnten BRC. Da Bantam in einer großen Krise steckte und jede Möglichkeit ergreifen musste, die Firma vor dem Aus zu bewahren, zögerte sie nicht und setzte alles daran, die Vorgaben der US Army zu erfüllen, welche von den Qualitäten des Bantam BRC überzeugt war. Auch Willys-Overland, wo man mit ähnlichen finanziellen Problemen wie Bantam zu kämpfen hatte, beteiligte sich an der Ausschreibung, konnte jedoch – im Gegensatz zu Bantam – ihren Prototyp nicht rechtzeitig fertigstellen. In einem Zeitungsartikel vom Januar 1941 findet sich das erste Mal die Bezeichnung Jeep für das neue Zwergauto der US-Armee und American Bantam wurde als Hersteller erwähnt.
Quelle: Wikipedia · CC BY-SA