SAAB 9-5 — Spezifikationen & VIN-Suche
Finden Sie detaillierte Spezifikationen für den SAAB 9-5. Entschlüsseln Sie jede SAAB 9-5-VIN, um Motor, Karosserie und Sicherheit einzusehen.
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Der Saab 9-5 ist ein vom schwedischen Fahrzeughersteller Saab gebautes Pkw-Modell der oberen Mittelklasse, das von Sommer 1997 bis Ende 2011 hergestellt wurde. Es ersetzte den seit Frühjahr 1985 angebotenen Saab 9000 und war zunächst als Stufenhecklimousine erhältlich, ab Anfang 1999 auch als „Sport-Combi“.
Der Saab 9-5 ist ein vom schwedischen Fahrzeughersteller Saab gebautes Pkw-Modell der oberen Mittelklasse, das von Sommer 1997 bis Ende 2011 hergestellt wurde. Es ersetzte den seit Frühjahr 1985 angebotenen Saab 9000 und war zunächst als Stufenhecklimousine erhältlich, ab Anfang 1999 auch als „Sport-Combi“. Die zweite Generation des 9-5 wurde im Sommer 2010 eingeführt. Das neue Fahrzeug war an sich schon länger fertig konstruiert, jedoch kam es aufgrund des Eigentümerwechsels von Saab zu Verzögerungen. Im April 2011 wurde die Produktion unterbrochen und im Dezember 2011 beendet. Ursache ist Saabs Insolvenz und die Weigerung General Motors, Saabs neuem Eigentümer Lizenzen für das Modell zu erteilen.
Erstes Modell (1997–2001) Wie auch die erste Version des Saab 9-3 baut der im Herbst 1997 eingeführte 9-5 auf der bei Opel konstruierten GM2900-Plattform von General Motors auf, die u. a. auch im Opel Vectra B zum Einsatz kam. So ist das Fahrwerk mit MacPherson-Federbeinen vorne und einer Mehrlenker-Einzelradaufhängung hinten, jeweils mit Stabilisatoren, ausgerüstet. Mit dem 9-5 führte Saab die Tradition der Marke fort, diverse Sicherheitsfunktionen in ihren Fahrzeugen anzubieten. So bietet der 9-5 als erstes Serienfahrzeug Sitze mit aktiven Kopfstützen (SAHR, Saab Active Head Restraints), die sich im Falle eines Heckunfalls an die Köpfe anlegen und so einem Schleudertrauma und einer Nackenwirbelverletzung vorbeugen, und als erster Pkw ventilierte Sitze. Beim 9-5 wurde mit der Tradition der Fließheckkarosserie mit Heckklappe gebrochen. Dafür erschien im Frühjahr 1999 als Ersatz der SportCombi. Die Limousine hatte einen Luftwiderstandsbeiwert (cw) von 0,29, der Kombi von 0,32. Die Karosserie des 9-5 wurde von Einar Hareide gestaltet.
Erste Modellpflege (2001–2005) Im Sommer 2001 wurde die Baureihe ein erstes Mal überarbeitet. Dabei erhielt sie an der Front Klarglasscheinwerfer und am Heck hellere Blink- sowie Rückfahrleuchten. Zudem wurden die Rückfahrsensoren optisch in die Stoßstange und der Kühlergrill in die Karosserie integriert. Des Weiteren wurden zwei neue Dieselmotoren mit 2,2 Litern Hubraum und 88 kW Leistung sowie 3,0 Litern Hubraum und 130 kW Leistung eingeführt. Im Folgejahr wurde auch der 2,3T ersetzt, welcher nun 162 kW leistete.
Zweite Modellpflege (2005–2010) Das zweite Facelift im September 2005 (umgangssprachlich Chrombrille) umfasste umfangreichere Modifikationen am Fahrzeug. Die Front wurde hierbei der neuen, am Saab 9-2X entwickelten, Designlinie angepasst, die Stoßstangen in die Karosserie integriert, sowie neue Heckleuchten und in Wagenfarbe lackierte Türgriffe eingeführt. Das Fahrwerk wurde härter abgestimmt und das Armaturenbrett in weiten Teilen ebenfalls neu entworfen (Drehregler, Einzelinstrumente). Auch wurden alle bisher verwendeten Dieselmotoren (88 und 130 kW, letzterer ein V6 von Isuzu) durch einen Motor (110 kW, von GM-Fiat-Powertrain) ersetzt, der bereits auch im 9-3 verwendet wurde.
Der letzte 9-5 SportSedan wurde Ende Juni 2009 hergestellt, während der letzte SportCombi im Februar 2010 vom Band rollte. Er ist damit das letzte von insgesamt 483.593 hergestellten Exemplaren der ersten Generation des 9-5. General Motors veräußerte Werkzeuge und Nutzungsrechte der ersten Generation des 9-5 an die Beijing Automobile Works, die den Wagen optisch stark überarbeitet als Beijing Senova D-Serie auf den Markt brachte.
Motorisierungen Den 9-5 gab es mit fünf verschiedenen Motoren. Der Vierzylinder-Ottomotor mit 1985 cm³ und 2290 cm³ stammte vom Vorgänger, dem Saab 9000. Er wurde schon seit dem ersten Saab 99 verwendet und stammte ursprünglich vom Triumph Dolomite. Der V6-Ottomotor stammte von General Motors und wurde, wenn auch ohne Turbolader, auch im Opel Omega B eingesetzt. Zunächst gab es zwei Dieselmotoren; der Vierzylinder mit 2171 cm³ kam von Opel und war auch im Opel Vectra und Omega zu finden. Der V6-Dieselmotor mit 2958 cm³ kam von Isuzu aus Japan, die Motoren bis einschließlich Baujahr 2004 waren jedoch bekannt für Probleme durch Laufbuchsenabsenkung, die sich anfangs häufig durch erhöhten Kühlwasserverbrauch bzw. Ruckeln des Motors bemerkbar machten und in der Regel einen kompletten Motorenaustausch schon nach wenigen tausend Kilometern Fahrleistung nötig machten. Mit der Überarbeitung 2005 wurden beide Motoren ersetzt. Einen Sechszylinder-Diesel gab es nun nicht mehr, der Vierzylinder mit 1910 cm³ war völlig neu und kam aus der damaligen Zusammenarbeit mit Fiat. 2005 präsentierte Saab zudem mit dem Modell 2.0t BioPower erstmals in der Firmengeschichte ein Automobil, das für den Betrieb mit Bio-Ethanol (E85) oder Super-Benzin ausgelegt ist. Alle Motoren sind serienmäßig mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe oder optional mit einer Fünfstufen-Sentronic ausgestattet. Mit der serienmäßigen Top-Motorisierung (dem 2.3Turbo, anfangs 250 PS, nach der 2. Modellpflege 260 PS) erreichte der Wagen eine maximale Geschwindigkeit von 250 bzw. 255 km/h. In der Basismotorisierung (2.0t, 150 PS) erreichte er eine Geschwindigkeit von 220 km/h.
Quelle: Wikipedia · CC BY-SA